Hafen Niehl II

Niehl II: Der kleine Ölhafen

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Der Hafen Niehl II entstand zwischen 1956 und 1958. Der sogenannte Ölhafen diente vor allem für die Verschiffung der Produkte einer nahe gelegenen Esso-Raffinerie. Das erste Schiff lief am 15. Oktober 1958 ein; ein Tanker mit Rohöl. Bereits im ersten Jahr verzeichnete der mit etwa 60.000 Quadratmetern Wasserfläche relativ kleine Hafen einen Flüssiggutumschlag von fast 1,9 Millionen Tonnen.

1985 verlegte Esso die Raffinerie aus dem Kölner Norden nach England. Dadurch ging der Güterumschlag am Niehler Ölhafen drastisch zurück. Die Hafengesellschaft reagierte noch 1985 mit dem Bau von so genannten Ro-Ro-Anlagen (Roll-on-Roll-off) für die Verladung von Pkw direkt aus der nur wenige Hundert Meter entfernten Produktion auf das Schiff.

Heute verlädt das Kölner Ford-Werk im Hafen Niehl II jedes Jahr etwa 100.000 fertige Pkw. Auch die Sicherheitsbereiche und -anlage werden noch rege genutzt, unter anderem für rund 250.000 Tonnen chemischer Gase, die über den Hafen Niehl II zu Chemiefirmen in der Nähe geliefert werden.

Der Niehler Ölhafen in den 1960ern